Wenn die Leistung in der Abteilung sinkt, dann ist es Zeit für den TEAM-TÜV

Veränderungen im Team begleiten mit dem „TEAM – TÜV“


Die Situation
Veränderungen in und mit Teams werden schnell zur Routine erhoben. Es ist doch alles gesagt und beschrieben, da weiß doch jeder was zu tun ist und wie es zu verstehen ist. Vieles bleibt im Alltag einer Abteilung und eines Teams jedoch unausgesprochen. Obwohl wir wertschätzend, verständnisvoll und tolerant sind. Doch manche Dinge werden zwischen den Zeilen angedeutet, andere so lange verschwiegen, bis sie  aus einem heraus explodieren. Der Flur Funk greift all diese Dinge dankbar auf, verändert und transportiert sie, ohne jedoch zu einer Lösung beizutragen. Emotionen verhärten sich, Vorurteile wachsen, schließlich eskaliert die  Situation.

Was dann anhand von sinkenden Kennzahlen, mitunter entgegen dem aktuellen Branchentrend, oder zunehmender Kritik aus dem Umfeld des Teams spürbar deutlich bzw. offensichtlich wird.

Welche Instrumente kennen wir bisher?
Wir arbeiten mit Feedback und Jahresgesprächen. Beides sind Methoden, die in 1:1 Situationen eingesetzt werden. Also ein Chef und ein Mitarbeiter.

In all diesen Gesprächen geht es um die Performance und in moderneren Unternehmen auch um das Verhalten der Mitarbeiter. Daneben gibt es noch das Team- oder Abteilungsmeeting, in dem Informationen geteilt und Standpunkte diskutiert werden.

Welches Instrument praktizieren Sie, um die Stimmung im Team aufzugreifen, an Lösungen zu arbeiten und Betroffene zu Beteiligten zu machen?

Ein paar dieser Anforderungen erfüllt die „360 Grad Analyse“ – gerne anonym (weil es der Betriebsrat will, oder weil sonst gar keine brauchbaren Antworten kommen). Dieses Instrument deckt jedoch nur einen Teil ab und regt zu einer entkoppelten Kommunikation an. Es spricht immer nur einer: Erst äußern sich die Mitarbeiter gegenüber einem 360 Grad – Tool, und im optimalen Fall bekennt sich der Chef zu seinen Baustellen und verkündet einen Aktionsplan gegenüber seinen Mitarbeitern.
 
Eine Alternative / Ergänzung: der TEAM-TÜV
Wie wäre es, wenn es ein regelmäßiges Treffen gäbe, welches ausschließlich das „Klima“ des Teams / der Abteilung zum Thema hätte? Z.B. alle 6 Monate, in dem das Team anhand eines strukturierten Prüfblattes die 7 Faktoren erfolgreicher Teamarbeit  bewertet. Bewertet hinsichtlich wo „kein bis geringer Handlungsbedarf“ und „großer Handlungsbedarf“ besteht. Die 7 Faktoren sind Ziele – Vorgehensweise – Beziehungen – Spielregeln – Rollen – Fähigkeiten – Rahmenbedingungen, die alle durch entsprechende Merkmale unterlegt werden und so auf das Team zugeschnitten werden. Zur Sprache kommen z.B. suboptimale Arbeitsabläufe aber auch Dinge, die Mitarbeiter an anderen im Team stören, sowie Situationen, in denen sie sich missverstanden oder sogar verletzt fühlen.

„Oh Gott, schon wieder diese weichgespülte …“ denkt der eine oder andere.

Stimmt! Sich mit diesen Themen zu beschäftigen ist nichts für harte, gestandene Recken in den Stürmen unserer Zeit. Die machen ihrem Ärger direkt Luft, falten Kollegen zusammen und werden sowieso nie verletzt. Und irgendwann werden sie wegen Ihrer „direkten“ Art vom Chef genauso runter geputzt und verstehen die Welt nicht mehr.

Alle anderen können weiterlesen.
 
Welche Vorteile hat der TEAM - TÜV?
Es wird weniger „hinten rum“ sondern mehr direkt kommuniziert. Themen werden identifiziert, bevor sie eskalieren oder sich Gruppen zum gegenseitigen Kampf zusammenfinden.

Es stärkt die Beziehungsebene der Teammitglieder untereinander und setzt individuelle Wahrnehmungen ins Verhältnis. „Ach, die anderen sehen das auch so, da bin ich nicht der Einzige“ oder auch „Ich dachte, das wäre ein großes Thema, aber anscheinend stört nur mich das“ können die Reaktionen sein.

Die Motivation der Mitarbeiter nach einer Phase des vorsichtigen Ausprobierens auch persönliche Themen zu bearbeiten steigt mit der Professionalität der Durchführung, der Nachbearbeitung und dem Vertrauen, dass keinem aus den Äußerungen im Meeting ein Strick gedreht wird. Das wirkt sich direkt auf die Motivation der Mitarbeiter im Team aus. Sie werden ernst genommen, können sich öffnen und gemeinsam Steine aus dem Weg räumen, um insgesamt besser arbeiten zu können.

Als ein wesentlicher Nutzen  dieser Team-Faktoren-Reflektion besteht darin, dass sie bei der Beantwortung der komplexen Fragestellung „Was alles läuft schief und muss verbessert werden?“ für eine klare Struktur und ein systematisches Vorgehen im Workshop sorgt – sowohl in der Analyse als auch in der anschließenden Themenbearbeitung!

Welche Herausforderungen kommen auf den Chef zu?
Der Chef tritt in eine neue Rolle ein. Er moderiert Themen, an denen er möglicherweise selber beteiligt ist, die er ausgelöst haben kann oder auch davon selbst betroffen ist. Für viele ist dieser  Rollenwechsel eine Herausforderung. Das Teamgespräch funktioniert allerdings nur, wenn der Chef seinem Team großes Vertrauen entgegen bringt und sich nicht am Ende sowieso wieder mit seinen Ideen durchsetzt und ungeliebte Äußerungen sanktioniert.

Daher werden die ersten Themen etwas zaghaft angegangen, sozusagen als Testballon seitens der Mitarbeiter. Die Offenheit wächst dann mit jedem weiteren Thema.