Produktivitätssteigerung durch Gruppenarbeit – noch immer aktuell?!

Ja, noch immer ist die Arbeitsform aktuell. Sei es als Gruppenarbeit, Mini Company oder Teilautonome Arbeitsgruppen. Die Bezeichnungen sind unterschiedlich, die Prinzipien gleich: Produktivitätssteigerung durch mehr Verantwortung und Selbstorganisation in der Produktion.
Doch oft ist der Schritt, die Arbeitsweise in Produktion „komplett“ umzustellen, für viele Kunden in Zeiten harten Wettbewerbs, enger Budgets und Vollauslastung zu riskant. Das Risiko eines temporären Produktivitätsverlustes, welcher im Zuge der Veränderung durchaus zu erwarten ist, kann bei knapper Maschinenverfügbarkeit und kurzfristigen Lieferzusagen zu einer immensen Herausforderung für das Management werden. Doch nur ein bisschen Reorganisation geht nicht! Was wäre eine Alternative?

Jährliche Produktivitätssteigerungen lassen sich auch weiterhin durch mehr Verantwortung und Selbstorganisation in der Produktion erzielen, ohne gleich das komplette Prinzip der Gruppenarbeit umzusetzen. Dabei geht auch hier der Weg von innen nach außen, d.h., am Anfang steht das Team. Mit einem Team – TÜV wird die eigene Teamleistung reflektiert und Optimierungspotential identifiziert. Quick wins – was wir selber und schnell umsetzen können – ist dabei ein wichtiger Schritt, um erste Erfolge realisieren zu können und so den Nährboden für das weitere Vorgehen zu säen. Entscheidend ist dann die weitere Begleitung durch regelmäßige Meetings in denen weitere Verbesserungsaktivitäten von der Produktionsmannschaft selbst identifiziert und umgesetzt werden. Und so beginnt der Kreis der Aktivitäten immer größer zu werden und Schichtübergreifend, wie auch an den Schnittstellen zu den Supportbereichen Wirkung zu entfalten. Klingt einfach, ist es aber nicht!

Entscheidend sind auch hier die Führungskräfte, das Rollenverständnis und das Verhalten selbiger, sowie die Einbindung des Umfeldes - der Supportbereiche. Die Qualifikation von Multiplikatoren, Moderatoren etc. ist auch hier notwendig, um nicht dauerhaft von externen abhängig zu sein. Dann ist fast nur noch etwas Ausdauer und Disziplin notwendig, denn dieser Ansatz braucht mehr Zeit und wird deutlich geringere Effekte erzielen, als die ganzheitliche Vorgehensweise zur Umsetzung von Gruppenarbeit. Für echte Quantensprünge sind eben größere Veränderungen notwendig.

Am Ende wird sich jedoch auch hier die Unternehmenskultur in der Produktion ein Stück verändert haben. Zurück zur vorherigen Arbeitsweise will dann in der Regel keiner mehr.